Azubi-Knigge: Von der Schulbank ins Business – Tipps für einen erfolgreichen Job-Start

Personalentwicklung & soziale Innovation, Pressemitteilungen

Das Vorstellungsgespräch ist gemeistert und der Ausbildungsvertrag unterzeichnet? Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Oder doch? Der erste Tag entscheidet, welchen Eindruck man hinterlässt. Um bei den Kunden, Ausbildern und Kollegen zu punkten, sollten die wichtigsten Umgangsformen und Verhaltensregeln stimmen.

Der erste Eindruck zählt
„Der erste Eindruck ist deine „Visitenkarte“, die du an deinem Ausbildungsplatz hinterlässt. Mit höflichem Auftreten und Neugierde kannst du einen guten Eindruck machen“, empfiehlt Wiebke Krohn, Arbeitgeberberaterin für Personalentwicklung und Soziale Innovation beim Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V. „Stell dich bei deinen Kollegen vor, indem du deinen Namen und die Abteilung nennst, in der du arbeitest. Auch wer einen „Guten Morgen“, „einen schönen Feierabend“ oder „Guten Appetit“ in der Kantine wünscht, sammelt Sympathiepunkte. Lächeln öffnet Türen und wer fragt und sich das Wichtigste notiert, zeigt gleich, dass er ein echtes Interesse an seinen Aufgaben hat“.

Das passende Outfit
Jede Branche hat ihre eigene Kleiderordnung. „Zu kurze Shirts, die Rücken oder Bauch freigeben, auffällige Prints, Miniröcke oder schmuddelige Kleidung sind ein absolutes No-Go“, so Wiebke Krohn. „Wer mit Kaugummi im Mund, in Freizeitkleidung und Flip-Flops zum Bewerbungsgespräch erscheint, vermittelt einen unseriösen Eindruck.“ Um also auf dem beruflichen Parkett eine gute Figur zu machen, informierst du dich am besten im Vorfeld, welcher Dresscode in deiner Branche gilt.

Zeige Interesse
Tag eins am neuen Ausbildungsplatz. Kollegen, Aufgaben, Umfeld – alles ist neu. Jetzt gilt es unzählige Informationen abzuspeichern. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich, das Wichtigste zu notieren. „Notizen, die sich Auszubildende während der Gespräche oder Einweisungen machen, kommen immer gut an“, weiß die Arbeitgeberberaterin, „denn dies signalisiert Interesse.“ Immer wieder wird es aber auch Situationen geben, in denen man Sachverhalte nicht versteht. „Keine falsche Scheu, sondern einfach drauflosfragen“, lautet ihre Empfehlung. „Niemand erwartet von einem Azubi, dass er als Experte ins Unternehmen kommt!“ Und wenn einmal Leerlauf herrscht: „Auch hier Eigeninitiative zeigen und fragen, wie man die Kollegen unterstützen kann.“

Feedback vom Chef
„Fehler passieren jedem, niemand ist perfekt. Nur wer seine Schwächen kennt, kann sich verbessern. Wenn du die Chance hast, mit deinem Ausbilder ein Feedbackgespräch zu führen, gilt vor allem eines: Keine Angst vor Kritik! Tatsächlich stellt sie eine wertvolle Grundlage dar, um dazuzulernen“, betont Wiebke Krohn. Die Faustregel heißt: Offen sein für Anregungen, gut zuhören und nachfragen, wie man’s besser machen kann.

Das Smartphone macht Pause
In Gesprächen mit Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes hat Wiebke Krohn erfahren, dass das Thema Handynutzung ein grundsätzliches Problem ist. „Die Arbeitszeit gehört der Arbeit“, macht sie die Priorität deutlich. Immerhin kostet diese bares Geld. Der Blick auf das Smartphone, das Schreiben von Nachrichten, das Surfen im Netz: Handy-Aktivitäten sind während der Arbeitszeit tabu. Auch dann, wenn die Kollegen es damit nicht so genau nehmen. Bei Neulingen schaut man in der Anfangszeit besonders genau hin. Kein Problem ist es hingegen, wenn in der Pause telefoniert und dafür ein ruhiger Ort gesucht wird.

Azubi-Nachmittage
Wiebke Krohn, Arbeitgeberberaterin für Personal- und Organisationsentwicklung, unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung von Personalentwicklungsprozessen. Für die Mitgliedsunternehmen führt sie Azubinachmittage zu unterschiedlichen Themen rund um die Ausbildung durch.