Produktiv am Arbeitsplatz – Workshops für Unternehmen

Personalentwicklung & soziale Innovation

Effizienz erleichtert uns den Arbeitsalltag, motiviert und führt zu positiven Ergebnisse. Wiebke Krohn, Arbeitgeberberaterin für Personalentwicklung und soziale Innovation beim Arbeitgeberverband Lüneburg gibt Empfehlungen für mehr Produktivität am Arbeitsplatz.

Wer effizienter arbeiten möchte, sollte mit einer Bestandsaufnahme bei sich selbst beginnen: Wo geht im Laufe des Tages Zeit verloren? Lässt sich meine Aufgabenpriorisierung optimieren? Welche Ansprüche stelle ich an meine Leistung? Fragen, die sich auch auf das Arbeiten im Home-Office anwenden lassen.

1) Das „Gut statt Perfekt-Prinzip“

Entschärfen Sie Ihre eigenen Stressverstärker. Der Versuch, jede Aufgabe perfekt zu erledigen, ist Erfolgsbremse und größter Zeitfresser. „Gute“ Resultate zeichnen sich dadurch aus, dass mit geringen Zeit- und Arbeitsaufwand bestmögliche Ergebnisse erreicht werden.

2) Routinen schaffen

Ein fester Zeitplan ist nicht nur bei der Arbeit im Home-Office von Vorteil. Er hilft Ihnen, sich Punkt für Punkt auf die Abarbeitung der Aufgaben zu konzentrieren. Richten Sie feste Fokuszeiten ein, schaffen Sie Zeitinseln, in denen Sie Ruhe für das konzentrierte Arbeiten haben, und vergessen Sie nicht, auch Pausen fest einzuplanen.

Fassen Sie gleichartige Tätigkeiten – z.B. das Beantworten von E-Mails – in Blöcken zusammen. Dies spart mindestens 20-30 % Zeit!

3) Prioritäten definieren

Wer effizient arbeiten möchte, sollte bereits am Vorabend seine Zielen für den nächsten Tag definieren. Achten Sie darauf, dass Ihre To-do-Liste nur wenige Punkte enthält. Bleibt am Abend zu viel unerledigt, sorgt das für Frustration. Ist etwas wichtig und dringlich, steht es an oberster Stelle, weniger Wichtiges folgt. Unangenehme Aufgaben sollten nach Möglichkeit zu Beginn Ihrer Arbeitszeit erledigt werden, um einer „Aufschieberitis“ vorzubeugen.

4) Sich nicht verzetteln

Multitasking ist ein Mythos. Unser Gehirn bearbeitet Aufgaben seriell, also nacheinander. Widmen Sie sich einer Aufgabe für einen zuvor festgelegten Zeitraum. Die Pomodoro-Technik empfiehlt Einheiten von 25 bis 45 Minuten, gefolgt von 5 Minuten Pause. Nach vier Einheiten sieht diese Methode eine längere Pause vor. Und auch wenn es schwer fällt: Ihre Mittagspause im Home-Office sollte Sie nicht für die Hausarbeit nutzen, sondern für die Regeneration!

 5) Keine Chance für Zeitdiebe

Zu den größten Zeitfressern gehören Unentschlossenheit, nicht definierte Ziele und Aufgaben, die liegenbleiben. Aber auch die Störung durch Dritte, eine veraltete Technik und die Ablenkung durch die zahlreichen digitalen Kommunikationskanäle zählen dazu. Wer allen Reizen nachgibt, verliert immer wieder den „roten Faden“, jede Unterbrechung kostet Konzentration und wertvolle Zeit. Hängen Sie das „Nicht-Stören“-Schild an Ihre Bürotür, richten Sie für eine bestimmte Zeit eine Rufumleitung ein oder vereinbaren Sie einen Rückruf und schalte Skype einfach mal ab, um Störungen zu minimieren.

Wiebke Krohn bietet Workshops zum Thema „Effektiv arbeiten“ in Unternehmen an. Informationen erhalten Sie unter Tel.: 04131/87212-17 oder unter wkrohn@av-lueneburg.de.