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Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT zu Besuch in der Bohlsener Mühle. Neben Pädagogen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit sind auch fünf Auszubildende von Edeka Bergmann mit ihrer Chefin Meike Bergmann gekommen, um sich einen ihrer Lieferanten persönlich anzuschauen.

Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT zu Besuch in der Bohlsener Mühle.

Eine Fläche von rund 7000 Fußballfeldern muss man jährlich mit Getreide bestellen, um den Bedarf der Bohlsener Mühle zu decken. Was 1979 seinen Anfang nahm, entwickelte sich im Laufe der Zeit – insbesondere im letzten Jahrzehnt – rasant. Rund 250 Mitarbeiter erwirtschaften heute einen Jahresumsatz in Höhe von 42 Millionen Euro. Zahlen, die sich der Unternehmensgründer Volker Krause vor 40 Jahren nicht hätte vorstellen können, als er die Mühle von seinem Vater übernahm und zu einer bedeutenden Lebensmittelproduktionsstätte von Getreideprodukten wie Brot, Brötchen, Kuchen, Kekse, Müsli, Knäckebrot und vielem mehr in Bio-Qualität entwickelte. Dass er dabei seinem Grundsatz der Nachhaltigkeit treu blieb, davon konnten sich die 35 Gäste des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT Lüneburg überzeugen. Sie sind der Einladung von Renate Peters (Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen) und Uwe Wegener (Oberschule am Wasserturm) gefolgt, die im Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Lehrkräfte und Unternehmensvertreter miteinander vernetzen, um Informationen zur Ausbildung und Berufsorientierung auszutauschen. 9 Ausbildungsberufe und ein dualer Studiengang werden in der Bohlsener Mühle angeboten: von Industriekaufleuten über Bäcker bis hin zu technischen Berufen wie Maschinen- und Anlagenführer oder Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Getreidewirtschaft.

Lasse Meinecke ist nach seinem Abitur aus Gifhorn in das Azubihaus nach Bohlsen gezogen, um in der Bohlsener Mühle eine Ausbildung als Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Getreidewirtschaft zu absolvieren. „Ich habe mir auf Youtube verschiedene Videos zu den Berufsbildern und Karrieremöglichkeiten angeschaut und der Beruf des Müllers hat mich überzeugt“, sagt der 19-jährige. „Nach dieser Ausbildung werde ich überall, auch im Ausland, mit Handkuss genommen und kann Karriere machen und sogar weiter studieren“, ist er überzeugt. Untergebracht ist der Gifhorner mit vier weiteren Jugendlichen im Azubihaus, im Dorf. „Ich bin gleich in die örtliche Feuerwehr eingetreten und habe so schnell Kontakt zu anderen geknüpft“, versichert der angehende Müller.

Petra Brockmann, Personalleiterin der Bohlsener Mühle, ist zurecht stolz auf ihre Auszubildenden, die auch  auf Ausbildungsmessen für ihre Berufe werben. „Wenn die jungen Leute erst einmal den Weg zu uns gefunden haben, sind sie begeistert und zufrieden. Eine Herausforderung stellt für uns allerdings die unzureichende Anbindung an den ÖPNV dar“, sagt die Personalleiterin und fügt hinzu: „Hier ist unser Ausbildungshaus eine große Hilfe.“: „“,„Für das kommende Ausbildungsjahr freuen wir uns über Bewerbungen von jungen Menschen, die ihre berufliche Laufbahn in einer wachsenden Branche beginnen möchten“, stimmt Annegret Krause ein, die in der Bohlsener Mühle für die Kooperationen mit regionalen Schulen verantwortlich ist. Insofern findet sie in den Besuchern des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT die richtigen Multiplikatoren, um diese Informationen in die regionalen Schulen zu tragen.