Bei der geplanten 1000 Euro-Entlastungsprämie ist eine zusätzliche Belastung der Arbeitgeber zu befürchten. Dazu äußerte sich unsere stellv. Hauptgeschäftsführerin Wiebke Krohn im NDR. Grundsätzlich begrüßen wir die Entlastung für Beschäftigte, lehnen allerdings die Verlagerung der Verantwortung auf die Unternehmen ab. Auch wenn es keinen gesetzlichen Anspruch geben wird, werden doch Erwartungen geweckt. Die Arbeitgeber befinden sich zurzeit aufgrund des Nahostkrieges selbst in einer schwierigen Lage, auch in unserer Region.
Lasten nicht auf die Arbeitgeber abwälzen
Es wird eng in den Unternehmen, höhere Benzinkosten, steigende Produktionskosten, ein großer Druck: viele Firmen werden die Prämie deshalb nicht zahlen können. Und dann? Es wird schwierig, Mitarbeitenden zu erklären, warum sie keine Prämie bekommen, denn das hat viel mit Mitarbeiterbindung zu tun.
,,Ich finde es schwierig, dass die Bundesregierung Menschen etwas verspricht, ohne die Last dafür zu tragen. Eine echte Entlastung wäre es, bei der nächsten oder übernächsten Gehaltsabrechnung 1000 Euro steuerfrei zu stellen,“ schlägt Wiebke Krohn vor. Auch Extrazahlungen könnten in eine steuerfreie Prämie umgewandelt werden, erläutert sie im Beitrag. ,,Wir sind gespannt, was die Bundesregierung auf den Weg bringt. Schafft sie die Möglichkeiten, Regelprämien umzustrukturieren oder muss es eine zusätzliche Prämie sein? Wir hoffen, dass die Bundesregierung Arbeitgebern großen Freiraum gibt.“
Den kompletten NDR-Beitrag können Sie hier anhören.
Unternehmen brauchen jetzt Planbarkeit, Entlastung und Freiräume statt neuer Belastungen.