Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Zahlen zur Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt zum Ende des Vermittlungsjahres 2018/2019 (Stand 30.09.2019) veröffentlicht. Die vollständige Bilanz können Sie hier herunterladen oder in unserer Verbandsgeschäftsstelle abfordern.
Die Bilanz des Beratungsjahres 2018/2019 zeigt, dass sich die Entwicklung des Ausbildungsmarktes zu einem Bewerbermarkt fortsetzt. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen hat im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % auf 571.982 zugenommen. Dies ist ausschließlich auf mehr betriebliche Ausbildungsstellen zurückzuführen (+ 1,7 % auf jetzt 556.041) und verdeutlicht das Bemühen der Betriebe, sich angesichts der erneut spürbar zurückgegangenen Anzahl von Bewerberinnen und Bewerber (- 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 511.799 Bewerber) ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Die Zuwanderung geflüchteter Menschen wirkt sich stabilisierend auf die Bewerberzahl aus. Von Oktober 2018 bis September 2019 waren 38.100 Menschen mit Fluchthintergrund als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Das sind 200 Personen weniger (- 0,2 %) als im Vorjahr. Erfreulich ist, dass die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsplätze deutlich um 7,8 % auf 53.137 Ausbildungsplätze gesunken ist. Dennoch gab es im Beratungsjahr 2018/2019 rechnerisch rund 44.200 mehr gemeldete betriebliche Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber. Dies bedeutet eine Relation von 92 Bewerberinnen und Bewerber zu 100 betrieblichen Ausbildungsstellen, sodass sich aus Bewerbersicht die aktuelle Situation noch besser darstellt als im Vorjahr (98:100). Angesichts der noch 53.137 unbesetzten Ausbildungsstellen sind die Aussichten der Jugendlichen in der Nachvermittlung hervorragend. Eine Bilanz der Nachvermittlung erfolgt Anfang Februar 2020.