Das Thema Arbeitszeit steht weiterhin im Fokus der politischen Debatten. Der im Koalitions-vertrag verankerte Sozialpartnerdialog zur Reform des Arbeitszeitgesetzes ist abgeschlossen – ohne Ergebnis. Während Unternehmensvertreter und Branchenexperten die dringende Not-wendigkeit betonten, die tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Regelung zu flexibilisieren, lehnten die Gewerkschaften jegliche Modernisierung ab. Dabei zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage: Zwei Drittel der Beschäftigten befürworten eine Wochenhöchstarbeitszeit – auch Gewerkschaftsmitglieder.
Der IAQ-Arbeitszeitmonitor der Universität Duisburg-Essen bestätigt den Trend: Beschäftigte arbeiten im Schnitt nur noch 34,6 Stunden pro Woche und wünschen sich mehr Spielräume für Familie, Privatleben und gesellschaftliches Engagement. Eine EU-konforme Wochenhöchstarbeitszeit würde sowohl Arbeitgebern als auch Beschäftigten mehr Flexibilität ermöglichen – eine echte Win-Win-Situation.